Neue Betrugsmasche: IT-Kriminelle setzen auf Fernwartungsprogramme

 

Betrüger versuchen am Telefon, Nutzer davon zu überzeugen, ein Fernwartungsprogramm auf ihren Rechner zu laden und zu starten. Als Vorwand dienen angeblich abgelaufene Softwarelizenzen oder Virenbefall.

Mit einer neuen Betrugsmasche versuchen Kriminelle, unerfahrene Computernutzer zur Installation von Fernwartungsprogrammen zu überreden. Eine Sprecherin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sagte Golem.de: “Die Täter geben sich als Beschäftigte von jeweils unterschiedlichen Softwareunternehmen aus und fordern die Opfer auf, sich die Software aus dem Internet herunterzuladen.” Dabei werde eine bestimmte Nummer aus der Registrierung der Anwendersoftware genannt, die auf den meisten Systemen vorhanden sei, um sich scheinbar zu legitimieren.

Den Angerufenen wird erzählt, die Lizenzen für die Software auf ihrem Rechner seien abgelaufen oder der Computer sei mit Viren befallen. Die vermeintlichen Helfer müssten sich von außen aufschalten und das Problem untersuchen. “Die Betroffenen werden aufgefordert, ein Fernwartungsprogramm aus dem Internet herunterzuladen und zu starten. Damit erhält der Anrufer von außen uneingeschränkten Zugriff auf alle Funktionen des Rechners”, so die Verbraucherschützer.

Der vermeintliche Serviceanruf endet mit der Aufforderung, für die Fernwartung einen bestimmten Geldbetrag, meist 100 Euro, zu zahlen. In manchen Fällen wurden die Menschen mit vermeintlichen Computersperren eingeschüchtert. “Neu ist, dass die Masche jetzt telefonisch läuft”, sagte Martina Totz von der Verbraucherzentrale.

Die Verbraucherzentrale rät, bei solchen Anrufen einfach aufzulegen. Wer einem Fremden bereits den Zugriff gestattet hat, sollte den Rechner durch einen Experten eingehend prüfen lassen. Wer meint, bereits Opfer einer Straftat geworden zu sein, sollte bei der Polizei Anzeige erstatten.

 

Übernommen aus:

 

 

http://www.golem.de

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